Das Königreich der Einhundert Höhlen

Das friedliche Königreich der Einhundert Höhlen ist eine der ältesten Nationen der Verlieswelt. Im Gegensatz zum Rest von Donjon ist das Land frei von Fallen und reich an Nahrung. Dieses Wunder ist allein durch die Existenz der Runensonnen zu erklären. Denn in den größten Höhlen dieses Reiches schweben riesige, steinerne Kugeln, die vollkommen mit magischen Mustern bedeckt sind. Die Runensonnen glühen für zwölf Stunden am Tag in hellstem Licht und spenden dabei genug Wärme, um eine reiche Tier- und Pflanzenwelt am Leben zu erhalten, so dass die Landschaft hier vergleichbar ist mit den Bedingungen, die auf der Oberfläche eines normalen, bewohntn Planeten herrrschen. Zahlreiche Flüsse durchqueren das Land und versorgen Einhundert Höhlen mit Wasser. Einhundert Höhlen liegt in der siebten Sphäre der Verlieswelt , die auch als die ‚Humano Sphäre‘ bekannt ist. Das Reich wird regiert vom königlichen Haus der Drakors. Derzeitiger Herrscher ist Skandor Drakorus XVII.

Rose


Die Entstehung von Einhundert Höhlen

Wie konnte diese Oase des Lebens inmitten der tödlichen Verlieswelt entstehen?

Um die Antwort auf diese Frage zu finden, muss man in der Zeit weit zurück blicken bis zur Schöpfung Donjons durch den Gott Taurus und seine mächtigen Helfer, die Konstrukteure…  Um die ungeheure Aufgabe zu bewältigen, die Taurus den Konstrukteuren gestellt hatte, brachten sie ein Heer von Sklaven mit auf die unfertige Welt. Um diesen Sklaven Lebensraum und Nahrung zu geben, schufen die Konstrukteure zuerst eine Heimstatt für sie: riesige Katakomben, die heute das Reich der Einhundert Höhlen bilden. Bewohnbar wurde dieser Ort durch das Meisterwerk der Runensonnen. Aus einem unbekannten steinernen Material schufen die Konstrukteuren riesige Kugeln mit einem Durchmesser von weit über 1000 Schritten.

Komplexe magische Muster, die an Macht und Kunstfertigkeit nur durch die Labyrinthe des weisen Lekamon übertroffen wurden, trug man auf die Oberflächen der Sphären auf. Mit Hilfe dieser Muster wurde ein Prozess gesteuert, durch den aus dem Allumfließenden Aether das Element des Feuers abgespalten wurde, um Wärme und Licht zu schaffen. Nachdem die Runensonnen entzündet waren, brachten die Konstrukteure Tiere und Pflanzen in die Höhlen und erschufen einen stabilen, sich selbst erneuernden Lebensraum für ihre Sklavenvölker. Runensonnen findet man auch in anderen Teilen von Donjon, doch nirgendwo sind sie so zahlreich und dicht gesät, wie in Einhundert Höhlen. Zum Reich gehören exakt einhundert Runensonnen. Als sich die Arbeiten an der Verlieswelt dem Ende näherten, stellten die Erbauer fest, dass keine Zeit mehr blieb, um die Höhlen zu vernichten und in tödliche Gangsysteme zu verwandeln. So ist es zu erklären, dass bis heute inmitten der tödlichsten Welt des ganzen Universums eine Zufluchtstätte des Lebens existiert.

Die neun Provinzen

Heute besteht Einhundert Höhlen aus neun Provinzen und der großen Königshöhle, die inmitten des Reiches liegt und traditionell nicht zu den Provinzen hinzugerechnet wird. Die Provinzen sind:

  1. Das reiche Lhuthos. Ein Land voller Wohlstand, dessen Reichtum sich aus dem Handel mit den Reisenden begründet, die den Weg in die Königshöhle suchen. Die Hauptstadt wird ebenfalls Lhuthos genannt.
  2. Das wehrhafte Kamir, dass durch die schreckliche Runenwüste vom Nachbarreich Demos Kratein getrennt wird. In den Gängen in Richtung Runenwüste befindet sich eines der größten Wunder, die mit Hilfe der Labyrinthkunde je erschaffen wurden: das Quart Lardaal. Dieses riesige, komplexe Labyrinth wurde einst von den weisesten Musterkundigen von Einhundert Höhlen erbaut und dient als zusätzlicher Schutz gegen eine Invasion aus Demos Kratein. Die Hauptstadt von Kamir, namens Thorenburg, ist zugleich eine mächtige Festung und dient dem Ordensmeister der Vandrakor Ritter (zur Zeit der edle Lord Benwyn, Meister von Thorenburg) als Sitz und Heimstatt.
  3. Das fruchtbare Dargin, in dessen weiträumigen Haupthöhlen die drei größten aller Runensonnen, für eine üppige Vegetation sorgen. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist nach Tamor, der Reichshauptstadt, die größte Stadt von Einhundert Höhlen. In Dargin werden große Mengen von Nahrungsmitteln produziert, die ihren Weg bis in die Nachbarländer von Einhundert Höhlen finden.
  4. Die Provinz Lor, Heimstadt der Musterkunde. Den Legenden nach ließ sich vor über 6000 Jahren einst Iklaron, der Findige, Sohn des Lekamon, in diesen Höhlen nieder. Hier verfasste er auch das Buch der Linien, dass die magische Wissenschaft der Musterkunde auf Donjon begründete. Noch heute versammeln sich die weisesten Musterkundigen alle drei Jahre in einer geheimen Höhle, irgendwo in der Provinz, zum „Rat des Zeitmusters“.
  5. Das blaue Varanos. In dieser Provinz entspringt der mächtige Höhlenstrom gleichen Namens, der große Teile von Einhundert Höhlen und der gesamten Humano Sphäre mit Wasser versorgt. Fischfang und Jagd auf Wasserwesen, wie die riesigen Höhlenkrebse oder die bizarren Tojanidas sind ein wichtiger Wirtschaftszweig.
  6. Das gesegnete Dana, dessen wohlbewässerte, milde Regionen zahlreiche Früchte und wertvolle Kräuter produzieren. Leider kommt es in dieser Provinz immer wieder zu Zwischenfällen mit marodierenden Banden von Rattiden. Alle größeren Konflikte mit den Rattenwesen wurden in den Höhlen von Dana ausgefochten. Erwartungsgemäß unterhalten die Vandrakors eine Trutzburg in den äußeren Höhlen dieser Provinz.
  7. Das ferne Tror. Weit vom Zentrum des Reiches gelegen, gehört diese Provinz trotz allem zu den wichtigsten Lehen der Drakor-Könige, denn in den schmalen und unfreundlichen Höhlen von Tror finden sich die reichsten Metallvorkommen. Die Hauptstadt Fiolin gilt als einer der rauesten Flecken von Einhundert Höhlen. Hier sammeln sich zahlreiche Glücksritter, Minenarbeiter und Schatzsucher an, zwischen denen sich zudem eine große Zahl von Gesetzlosen verbirgt.
  8. Das seltsame Melandril. In dieser kleinen, aber weit verzweigten Provinz haben die Bewohner eine sonderbare Form der Viehzucht perfektioniert: die Kultivierung friedlicher Insekten-Völker. So findet man in den Höhlen Melandrils titanische Stöcke voller Riesenbienen, Feuertermiten und zahlreiche weitere bizarre Insektenkreaturen. All diese Wesen leben als friedliche Haustiere neben den Menschen. In der Hauptstadt Lenadril existieren zahlreiche Märkte auf denen die Tiere oder ihre Produkte erstanden werden können.
  9. Das dunkle Tardor. In dieser Provinz, die in einer der entferntesten Ecken des Reiches liegt, herrscht ständige Dämmerung. Aus Gründen, die nicht einmal die weisesten Musterkundigen erklären können, glühen die Runensonnen dieser Provinz in einem kontinuierlichen Zwielicht. Ein Wechsel von Tag und Nach findet nicht statt. Versteckt in den tiefen Dschungelwäldern von Tardor liegt der geheime Tempel der Ylassa, einer Kriegersekte der schwarzen Menschen, die den waffenlosen Kampf zur Kunst vervollkommnet hat.

melandril

Handel und Wirtschaft

Einhundert Höhlen ist weitestgehend selbständig. Nirgendwo auf der Verlieswelt werden mehr Nahrungsmittel produziert als hier. Selbst Demos Kratein, das aufgrund seiner Magie und Bodenschätze ebenfalls als reich angesehen werden muss, ist auf die Nahrungsimporte aus Einhundert Höhlen angewiesen. Allein dieser Grund führte in der Vergangenheit zu zahlreichen Invasionsversuchen durch die Truppen von Kratein. Weiterhin ist Einhundert Höhlen bekannt für magische Gerätschaften (allen voran Waffen), die mit der Hilfe der Musterkunde erschaffen wurden. Insbesondere die Zarden, magische Schusswaffen von großer Wirkung, sind in allen Teilen Donjons begehrt. Als Währung wird in Einhundert Höhlen ein Münze namens Jador verwendet. Ein Jador ist eigentlich eine kopfgroße, kartoffelartige Erdfrucht, die sehr nahrhaft und gleichzeitig haltbar ist. Der Name der Münze resultiert aus der Garantie der königlichen Schatzmeister, die für jeden Besitzer einer dieser Münzen gilt: gegen Vorlage dieses Geldstückes erhält man in Tamor, der Reichshauptstadt, einen frischen Jador. Die Münze wird in Kupfer, Silber und Gold geprägt.

Karte des Königreiches der Einhundert Höhlen

Rosanna und Xavier und der Tempel der Engel

Vor langer Zeit, außerhalb der Verlieswelt, irgendwo im weiten Universum wurde auf einer stillen, unbekannten Welt ein Engelskind – ein Shiron – geboren, dem seine Eltern den Namen Xavier gaben. Die Weisen sagen uns, dass ein Shiron – ungeachtet seines wahren Alters – gefangen bleibt im Leib eines Knaben, bis er seine Lebensprüfung – das Archonat – in einem Tempel der Engel empfangen und erfüllt hat. So geschah es auch mit Xavier. Und als seine Familie bemerkte, dass er nach seinem fünfzehnten Jahr nicht mehr alterte, erfüllte sie Furcht. Also jagten sie ihren Sohn davon.

Lange dauerte seine Wanderschaft, die ihn auf zahllose Welten führte. Und da er nicht ahnte, welche Macht seinen Körper am Wachsen hinderte, war sein Weg ohne Ziel. Bald lernte er seinen unnatürlichen Zustand vor den Menschen zu verbergen, die ihm jedes Mal mit Hass begegneten, wenn sie bemerkten, dass die Zeit ihm nichts anhaben konnte.

Schließlich führte ihn das Schicksal auf den weit entfernten Planeten Itagaras. Hier traf er in der Einöde eines kahlen Gebirges, auf Rosanna, die Labyrinthmeisterin. Sie blickten sich in die Augen und berührten sich, und wussten beide, dass sich von nun an ihre Wege niemals wieder trennen dürften, denn eine machtvolle Liebe hatte sie ergriffen.

Rosanna, die Labyrinthmeisterin

Rosanna, die Labyrinthmeisterin

Rosanna aber war auf der Flucht, denn erst vor kurzem hatten die Herrscher des Universums – die Göttlichen Rassen – die Wissenschaft der Musterkunde mit einem Bann belegt.

Seitdem machten sämtliche Diener der Göttlichen Rassen Jagd auf die Labyrinthmeister, die als die größten in dieser verbotenen Kunst galten. Auch Rosanna war mit zahlreiche Geheimnisse vertraut, und das Mysterium der Engel war eines von ihnen. Deshalb erkannte sie, dass der vermeintliche Knabe weiser war, als es sein junger Körper möglich erscheinen ließ und sie durchschaute sein tatsächliches Alter und das Geheimnis seiner wundersamen Rasse. Als Xavier durch Rosanna erfuhr, dass sein Körper die erwachsene Form eines wahren Engels erlangen könnte, wenn er die Aufgabe des Archonats ablegen würde, ergriff ihn starke Unruhe. Es drängte ihn stärker und stärker in den Weiten des Universums einen Tempel der Engel zu finden, in dem er sich dieser Aufgabe stellen konnte. Rosanna aber wurde von Trauer erfüllt. Sie wusste, dass ein Shiron nach seiner Prüfung seinen freien Willen verlor und von nun als Engel dem ‚Ruf‘ folgen musste. Der Ruf, so erklärte sie es auch Xavier, war der gemeinsame, eine Wille des gesamten Volkes der Engel. Da aber die Engel, durch einen uralten Eid zu den Dienern der Göttlichen Rassen geworden waren, würde der Shiron nach seinem Archonat zu einem Werkzeug im Namen der Herrscher des Universums werden. Und so war es Rosanna größte Angst, dass Xavier sich eines Tages in einen wahren Engel wandeln würde. Denn dann musste er zwangsläufig zu ihrem tödlichen Feind werden.


 

Obwohl dieser dunkle Schatten über ihrem Leben schwebte und obwohl ihre Körper durch den vermeintlichen Unterschied des Alters getrennt waren, verbrachten sie eine glückliche Zeit in ihrem einsamen Versteck in der Einöde. Doch schließlich nahm Iamede, die Dienerin der Götter der Jagd, die Spur von Rosanna auf. Iamede war ein weiblicher, wahrer Engel geschickt mit Schwert und Bogen. Man sagte von ihr, dass sie einen Flüchtling selbst dann noch aufspüren konnte, wenn er sich in einem schwarzen Loch verstecke. Sie fand den entlegenen Planeten Itagaras, fand die Spur Rosannas und fand die Berge, in denen die Labyrinthmeisterin lebte. Rosanna hatte jedoch Zaubermuster auf allen Pfaden angebracht, die zu ihrem Versteck führten und mit Hilfe dieser Magie wurde sie von der Ankunft der Jägerin gewarnt. Zusammen mit ihrem Gefährten begab sie sich auf die Flucht über geheimste Wege. Bald bestiegen sie einen Aethersegler und verließen die Welt Itagaras. Doch Iamede, die Herrin der Jagd, ließ sich nicht abschütteln und es begann eine Verfolgung über zahllose Planeten, die Jahre um Jahre dauerte.

Schließlich hatte Iamede die Flüchtlinge bis in den dunkelsten Teil des Universums gejagt. Hier fanden Rosanna und Xavier die versteckte Welt Donjon, die den Göttlichen Rassen als Gefängnis diente und von der es keine Wiederkehr gab. Da sie sich bewusst waren, dass ihre Flucht im freien Universum niemals enden würde, lenkten sie ihr Schiff herunter in der Hoffnung, dass Iamede es nicht wagen würde, ihnen auf diese verfluchte Welt zu folgen. Auf der Suche nach einem sicheren Versteck fanden sie den planetaren Katerakt: einen Wasserfall riesiger als ein ganzes Gebirge, der sich durch den Fels der Verlieswelt herunter stürzte bis zum geheimen Kern des Planeten. Durch Rosannas Zauberkraft geschützt, lenkten sie ihr Schiff in das preschende Wasser hinein und reisten bis zum Mittelpunkt der Welt. Fernab von jeder Zivilisation und tief im Inneren der Verlieswelt kamen sie an, wo sogleich abnorme und mutierte Monstren nach ihrem Leben trachteten. Doch hilflos waren die Flüchtlinge nicht, denn Rosanna erkannte, dass die Kammern und Gänge des seltsamen Planeten, in dessen Inneren sie sich nun befanden, vor langer Zeit mit Hilfe der Musterkunde erzeugt worden waren. Die Energie dieser uralten Muster verstärkten ihre eigene Zauberkraft um ein Vielfaches, so dass es Rosanna gelang, alle Feinde zu besiegen und alle Fallen zu entschärfen. Schließlich fanden sie, verborgen mitten in der Verlieswelt, das friedliche Königreich der Einhundert Höhlen. Sie trafen auf Städte und Dörfer, bevölkert von den unterschiedlichsten Wesen, denen aber eines gemeinsam war: allesamt waren sie Flüchtlinge. Hier fragte niemand nach dem Grund ihrer Verbannung. Endlich ließen sie sich nieder und hofften auf Frieden.

In Xaviers Brust aber brannte das Feuer seiner Herkunft. Und ohne das Wissen der furchtsamen Rosanna suchte er nach einem Tempel der Engel inmitten der Finsternis der Verlieswelt. Er besuchte entfernte Höhlen und Kavernen und spürte geheimen Legende nach, um seine Neugier zu stillen. Und schließlich – entgegen aller Hoffnung – hörte Xavier von einem heiligen, versiegelten Haus, an dem kein Zeichen der Göttlichen Rassen zu sehen war, und das tief in den Labyrinthen der Verlieswelt verborgen sein sollte. Doch bevor er sich zu diesem mystischen Ort begeben konnte, holte ihn das Schicksal ein.

In der Zwischenzeit war Iamede, die es nicht gewagt hatte, Donjon ohne die Erlaubnis ihrer Meister zu betreten, zu den Göttern der Jagd zurück gekehrt. Hier erbat sie sich die Erlaubnis, die Verlieswelt zu betreten, um ihre Beute doch noch zu stellen. Und obwohl diese Bitte bedeutete, dass die Götter ihre treueste Dienerin verlieren würde – denn niemand war je von der Verlieswelt zurück gekehrt – gewährten sie den Wunsch. Bald schon tauchte Iamede, der Engel, in den Kavernen von Donjon auf, wo sie mit Hilfe von Schwert und Bogen alle Gefahren meisterte. Sie machte sich sofort daran, die Spur ihrer Beute wieder aufzunehmen und bald schon tauchte die Jägerin in den Höhlen auf, in denen sich Rosanna und ihr Gefährte nieder gelassen hatten. Abermals gelang der Labyrinthmeisterin und dem Shiron im letzen Augenblick die Flucht. Doch in den engen Kammern der Verlieswelt konnten sie nicht hoffen, Iamede jemals abzuschütteln. Da offenbarte Xavier seiner Gefährtin seinen Plan: er wollte das heilige, versiegelten Haus finden, von dem er fest glaubte, dass es ein Tempel der Engel wäre. Dort würde er die Prüfung des Archonats bestehen, um zu einem wahren Engel zu werden. Als Engel würde er dann Iamede gleichwertig gegenüber treten, um sie zu besiegen. Rosanna verzweifelte, als sie seine Worte hörte und versuchte ihm erneut zu erklären, dass jeder Engel durch die unüberwindbare Kraft des Rufes an den Willen der göttlichen Rassen gebunden war, so dass er anstatt Iamede zu bekämpfen, seine Waffen gegen sie – Rosanna – erheben musste. Doch Xavier blieb unbeirrbar und er sagte: „Es mag sein, dass durch die höchsten Gesetze des Universums ein Engel an die Göttlichen Rassen gekettet ist. Doch ich weiß, das über allen Gesetzen die Macht der Liebe steht. So bin ich sicher, dass ich niemals meine Waffen gegen dich richten kann, denn kein Gesetz, sei es noch so hoch, kann unsere Liebe zum Verlöschen bringen. Vertraue mir und unsere Flucht geht bald zu Ende.“ Und mit diesen Worten begab er sich auf den Weg zu dem heiligen, versiegelten Haus. Rosanna ahnte, dass das Ziel seiner Wanderung in weiter Ferne lag und durch Fallen und Geheimnisse gesichert war, die er ohne ihre Kenntnisse der Musterkunde nicht überwinden konnte. So folgte sie ihm schweren Herzens, denn obwohl sie seine Verwandlung fürchtete, konnte sie doch den Gedanken an seinen Tod ebenso wenig ertragen. Lange reisten sie auf geheimsten Pfaden, doch Iamede blieb ihnen dicht auf der Spur. Am Ende aber erreichten die Flüchtlinge unversehrt ihr Ziel. Weitab von allen bekannten Wegen fanden sie ein erhabenes Gebäude aus Marmor, das inmitten eines gewaltigen Labyrinthes stand. Sogar nach den hohen Maßstäben der Labyrinthmeister war dieser Irrgarten ein Meisterstück. Die Konstrukteure der Verlieswelt hatten all ihr Wissen genutzt, um den Zugang zu dem Haus so schwierig wie möglich zu gestalten. Doch selbst diese verschlungenen Wege reichten nicht aus, um Rosanna aufzuhalten. Mit sicheren Schritten fand sie den Pfad durch die Mauern und führte Xavier vor die Tore des Hauses. Als der Shiron verlangte, eingelassen zu werden, öffneten sich die Pforten und sein Blick fiel auf ein Wesen von großer Schönheit: den mystischen Phönix, von dem man sagte, dass er Macht über Leben und Tod besaß. Da wusste Xavier, dass dieses tatsächlich der Tempel der Engel sein musste, denn nur an Orten der höchsten Reinheit ließen sich diese Wesen nieder. Auch sah er, dass der Vogel über ein Schwert, geschmiedet mit höchster Kunstfertigkeit, wachte. V oll Zuversicht forderte Xavier den Phönix auf, ihm die Aufgabe des Archonats zu stellen. Die Stimme des Wächters war wie der Klang des Sonnenfeuers, als er sprach: „Dunkel sind die Tage für das Volk der Engel. So mag dein Archonat ein einfaches sein: bewache diesen Tempel für die Zeit eines Tages und einer Nacht.“ Rosannas Herz wurde schwer, als sie die Worte hörte, denn nun war sie sicher, das ihr Geliebter sich bald verwandeln würde. Sie warnte ihn ein drittes Mal vor dem Schicksal, das sei beide erwarten musste, wenn er diese Aufgabe annahm. Da wandte sich Xavier wieder an den Phönix und sprach: „Ein Engel will ich wohl werden, doch ein Sklave der Göttliche Rassen darf ich nicht sein, denn die Liebe zum Leben meiner Gefährtin verbietet es mir, mich den Herrschern zu unterwerfen.“

Leise antwortete der heilige Vogel da: „Machtvoll ist der eine, gemeinsame Wille der Engel. Der einzige Weg sich diesem Willen zu entziehen ist es, das mystische Schwert zu führen, dass durch mich verwahrt wird. Es ist das Schwert der Freiheit, geschmiedet von Adragan, dem Rebellen. Geschmiedet für die Zeit, in sich der gemeinsame Wille der Engel gegen das eigene Volk richtet. Geschmiedet um gegen die Herrschaft des Rufes zu schützen. Doch bist du noch kein wahrer Engel, weshalb es dir verboten ist, das Schwert zu führen.“ Da umwölkten sich Xaviers Augen und er sprach zornig: „Für die Wache des Tempels bin ich gut genug, für eine Waffe aber noch nicht. Wie soll ich Wacht halten, wenn ich nicht bewaffnet bin?“ Also erlaubte ihm der Phönix, das Schwert zu führen. Rosanna aber weinte bittere Tränen und sprach: „Leichtgläubig sind wir, wenn wir auf fremde Zaubermacht vertrauen. Wenn du einen Kampf wünschst, so kämpfe als Shiron an meiner Seite in den Tiefen des Labyrinthes, wo wir unsere Macht vereinen können.“ Doch Xaviers wünschte nun nichts sehnlicher als die Verwandlung. Gestützt auf das Schwert wartete er auf Iamede und die Erfüllung seines Archonats. Rosanna aber floh in die verwinkelten Gänge, die den Tempel umgaben, denn Angst hatte sie ergriffen und sie traute weder den Worten des Phönix, noch dem Schwert der Freiheit, noch ihrem Geliebten.

Kurz vor dem Ende der Wacht erschien Iamede. Ermüdet von dem langen Weg durch das Labyrinthes, trat sie vor den Tempel. Dort erkannte sie Xavier und verlangte von ihm, Rosanna zu sehen, um sie im Namen der göttlichen Rassen zu richten und zu töten. Statt einer Antwort erhob Xavier das Schwert der Freiheit und es entbrannte ein mächtiger Kampf zwischen Shiron und Engel. Xavier griff an voll Zorn und jugendlicher Kraft. Der weibliche Engel aber war kampferprobt und nicht gewillt, sich kurz vor dem Ziel von einem Knaben aufhalten zu lassen. Scheinbar ewig dauerte das Gefecht. Schließlich schwand Xaviers Kraft und Iamede drängte ihn mit geschickten Hieben bis vor die Tür des Tempels, wo sie ihn niederwarf. In diesem Augenblick aber vollzog sich das Schicksal seines Volkes an dem Shiron. Denn die Dauer seiner Wacht war abgelaufen und sein Archonat erfüllt. Blendende Flammen loderten auf und Xaviers Körper wandelte sich. Erhabene Schwingen erschienen auf seinem Rücken, wie sie nur die edelsten Engel ihr Eigen nennen können. Kaum hatte sich die Verwandlung vollzogen, griff der Ruf nach ihm. Die Stimmen aller lebenden Engel begannen in seinem Herzen zu sprechen. Mit Macht befahlen sie ihm, den Kampf gegen seine Schwester Iamede zu beenden, um Rosanna zu jagen und zu töten. Das Schwert der Freiheit aber brachte durch seine Zaubermacht den Ruf zum Verstummen. Mit frischer Kraft sprang der junge Engel auf und seine Flügel trugen ihn in die Luft, fort aus der Reichweite von Iamedes Schwert. Hoch unter den Himmel der Höhle flog er, bis er das ganze umliegende Labyrinth überblicken konnte und er Rosanna erkannte, die sich in den Gängen versteckt hatte. Voll Freude rief er ihren Namen aus, denn nun war er sich sicher, dass er diesen Kampf gewinnen würde. Rosanna aber wollte ihn warnen, weil sie nur zu gut wusste, dass die Meisterin der Jagd sich nicht leichtfertig geschlagen geben würde. Doch ihre Stimme erstickte im Schrei, denn schon sah sie, dass Iamede ihren treffsicheren Bogen angelegt hatte. Einen Herzschlag später stürzte der jungen Engel tot herab, durchbohrt vom Pfeil der Jägerin. Schnell folgte Iamede nun der Spur der Labyrinthmeisterin in die verwinkelten Gänge, denn sie ahnte, dass nun die Jagd zum Abschluss kommen musste. Das Schwert der Freiheit ließ sie achtlos liegen, weil seine Macht ihr nicht bekannt war.

Rosanna wurde starr wie ein Stein. Sie sah, dass ihre Furcht ohne Grund gewesen war. Und sie wusste, dass sie den Kampf gewonnen hätten, wäre sie nur nicht von Xaviers Seite gewichen. Keine Träne konnte sie weinen. Nur Rache war in ihrem Sinn. Während Iamede näher kam, blickte Rosanna auf das Labyrinth, das sie beide umschloss. Unvollkommen war der Irrgarten jetzt in ihren Augen. Die Gejagte erkannte das Herz der Jägerin, wie niemand sonst es zu erkennen vermochte. Eine einzige Wand verschob sie mit ihrer Zaubermacht und machte das Labyrinth mit dieser winzigen, einen Veränderung zur perfekten Falle für Iamede. Die Macht des Labyrinths konzentrierte sich nun ganz und gar auf den weiblichen Engel und verstärkte sich auf diese Art tausendfach. Der Geist der Jägerin verwirrte sich augenblicklich. Sie konnte nicht sehen, dass die vermeintliche Fährte ihrer Beute sie nur noch im Kreis führte. Und während Iamede gefangen umher irrte, ging Rosanna zum Leichnam des gefallenen Xavier und trug ihn zusammen mit dem Schwert der Freiheit zur Pforte des Tempels, in dem der Phönix wartete. Sie sagte: „Dein Archonat und meine Feigheit haben Xavier das Leben gekostet. Doch es heißt, dass der Phönix Macht über den Tod hat. Also bitte ich dich: setze deine Fähigkeiten ein und hole meinen Gefährten zurück ins Reich der Lebenden!“

„Es ist mir verboten, einen Engel zu beleben, der durch das Archonat zu Tode gekommen ist. Nur diejenigen, die durch ihr eigenes Geschick bestehen, dürfen ein wahrer Engel werden. Die anderen müssen auf ewig vergehen,“ antwortete der Vogel. Da entflammte der Zorn in der Labyrinthmeisterin. Zorn auf den Phönix, Zorn auf die Göttlichen Rassen und Zorn auf sich selbst. Sie trat über die Schwelle des Tempels und hieb dem Wächter den Kopf ab. Als sie dann aber allein in den Hallen stand, verrauchte ihre Wut. Xavier war unwiederbringlich tot. Das Schwert der Freiheit, das die Macht hatte, den Göttlichen Rassen zu trotzen, war herrenlos. Der Tempel der Engel war ohne Wächter.

Grosse Schuld kam über sie, so dass sie bitterste Tränen weinte. Da ging der tote Leib des Phönix in Flammen auf und seine Asche fiel wie Schnee auf Rosannas Haut. Von diesem Tag an konnten die Mächte der Zeit ihrer körperlichen Hülle nichts mehr anhaben und sie wurde unsterblich. Um die Schuld am Volke der Engel zu begleichen, nahm sie den Platz des Phönix ein und wachte über den Tempel und das Schwert und wartete auf jenen Shiron der den Mut hatte, dem Ruf zu trotzen und die Göttlichen Rassen heraus zu fordern. Iamede aber irrte noch lange Zeit durch das Labyrinth, immer auf Rosannas Spur. Und nicht einmal als sie kläglich an Hunger starb, erkannte sie, dass ihr Weg ins Nirgendwo führte.

Kartenmaterial zur Verlieswelt

Die Welten des Archaischen Universums wurden mit hilfe der arkanen Künste wohl vermessen und kartographiert. Und selbst von einer geheimen und vergessenen Welt wie Donjon existieren einige wenige Karten, die vor allem mit Hilfe der verbotenen Musterkunde erschaffen wurden.

Donjon - die Verlieswelt. Diese Karte stammt aus den Händen der 'Konstrukteure', den Erbauern der Verlieswelt. Sie befindet sich inzwischen im Besitz der Könige von 100 Höhlen.

Donjon - die Verlieswelt. Diese Karte stammt aus den Händen der 'Konstrukteure', den Erbauern der Verlieswelt. Sie befindet sich inzwischen im Besitz der Könige von 100 Höhlen.

Sel, Adar, Inim und Thal

Hoch über der Oberfläche schweben die mächtigen orbitalen Labyrinthe wie dunkle Sturmwolken. Wo ihre Schatten die Sonne verdunkeln, zieht sofort eine unnatürliche Kälte aus dem Boden und Reif überdeckt die Labyrinthmauern der Oberfläche.

Die orbitalen Labyrinthe bewegen sich trotz des irreführenden Namens nicht in einem Orbit um Donjon herum. Jede der mächtigen Platten kreist über einer der Kreuzachsen der Verlieswelt. Einmal im Monat berührt jede von ihnen eines der jeweiligen Nachbarlabyrinthe an einem der sogenannten Sprungpunkte. Lediglich Sel, die erste Platte und Thal die letzte, verfehlen sich auf ihrer Kreisbahn um einige hundert Meter am Sprungpunkt. Jede der Platten ist mit den komplexesten Irrwegen überzogen, die Taurus und seine Helfer ersinnen konnten. Lebende Bewohner können in der fallenverseuchten Umgebung nicht existieren, aber Heere von Golems, Gargylen und magischen Konstrukten bevölkern die Wege zwischen den drei Sprungpunkten, die schließlich bis zur letzten Platte führen.

Auf Thal erhebt sich der Berg Unamos, dessen höchster Gipfel den Fluchtpunkt bildet, den ein Wanderer erreichen muss, um die Verlieswelt zu verlassen.

Wie genau der Fluchtpunkt beschaffen ist, wissen nur die Konstrukteure. Es gibt jedoch Legenden über den Aufstieg zum Gipfel des Berges.

Die einzige mögliche Strecke, die zum Fluchtpunkt hinauf führt, ist als der “Malmweg” bekannt. Er ist eine Aneinanderreihung der tödlichsten und grauenvollsten Fallen, die ein sterblicher oder unsterblicher zu ersinnen vermag. Der Malmweg wurde noch niemals bezwungen und so hat noch niemals ein Verbannter, egal welchen Geschlechtes, die Verlieswelt verlassen.

Die Oberfläche

Die Oberfläche ist das Ziel eines jeden “Wanderers”, also jener Wesen, die sich mit der Gefangenschaft nicht abfinden können, und auf der Suche nach dem einen Ausweg sind, durch den man die Verlieswelt zu verlassen vermag. Aus diesem Grund finden sich hier zahlreiche Siedlungen. Nirgendwo sonst, nicht einmal in 100 Höhlen, findet man mehr Menschen als auf der Oberfläche. Und obwohl die Lebensbedingungen aufgrund der wärmenden Kraft der Sonne hier akzeptabel sind und über den Köpfen endlich der offene Himmel aufragt, ist die Oberfläche ein Ort des Schreckens und der Trauer. Denn nur kurze Zeit nach dem ein Wanderer auf der Oberfläche angekommen ist, muss er erkennen, dass sein Weg hier zuende ist. Denn der Ausweg aus der Verlieswelt liegt hoch über der Oberfläche auf den schwebenden Kontinenten.

Doch es kommt noch schlimmer, denn die Gefahren, die Taurus und die Konstrukteure hier platzierten, sind zahlreich und tückisch: Schwärme von fliegenden Monstrositäten, gezüchtet in den übelsten Brutkammern, fordern einen ewigen Blutzoll von all jenen, die das elfte Portal hinter sich gelassen haben.

Der Strom der Flüchtlinge wird gespeist aus den Portalen der Chaoszone und aus denen der Oberfläche selbst, durch die ein stetiger Zug der Verbannten in das bitterste Schicksal stolpert, welches das archaische Universum zu bieten hat. Sollten die Neuankömmlinge von den Monstrositäten verschont bleiben, so geraten sie oftmals in die Hände der schlangenhaften Yuan-Ti, den Erbfeinden der Menschenrassen, die auf der Oberfläche ein eigenes Reich gegründet haben. Denn obwohl die Yuan-Ti eine der bevorzugten Rassen der Götter sind, so zeigt sich doch in ihren Reihen oftmals Verrat und List, so dass zahlreiche Verbannte zur Verlieswelt geschickt werden müssen. Da aber Verträge und Absprachen diese alte Rasse davor schützen in die tieferen Schalen verbannt zu werden, sammelt sich ihr Volk auf der Oberfläche an. Jene Angehörigen der Schlangenmenschen, die man in den unteren Sphären antrifft sind ausnahmslos rücksichtslose Verbrecher der schlimmsten Art, für die der Schutz der Gesetze nicht mehr gilt. Ihr Reich auf der Oberfläche wird beherrscht von der wehrhaften Stadt Ur-Lagos, die geschützt wird von machtvollern, uralten Zauberformeln und die angefüllt ist mit Massen von menschlichen Sklaven, die den Yuan-Ti zugleich als Fortpflanzungpartnern und als Nahrung dienen.

Genau gegenüber auf der anderen Seite von Donjon liegt Arbalast, die Stadt der Wanderer. Die wenigen, die es bis hierher schaffen, gehören zu den stärksten, geschicktesten, intelligentesten und auch oft gerissensten Individuen des Universums. Jeder einzelne von ihnen ist auf der Suche nach dem Schlüssel zum zwölften Portal, das tief im Reich der Schlangenmenschen versteckt liegt. Und jeder der das letzte Portal durchqueren will, muss das Rätsel des letzten Schlüssels für sich alleine lösen, denn der Schlüssel ist für jedes Wesen des archaischen Universums ein anderer.

Zahllose Legenden ranken sich um das zwölfte Portal und um jene, die diese mystische Aufgabe lösen konnten. In der langen Geschichte der Verlieswelt passierte nur eine Handvoll Wanderer das Portal, von denen die meisten später entmutigt nach Arbalast zurückkehrten. All jene, die hinter dem zwölften Portal blieben, so heisst es, fanden den Tod, auf den fliegenden Kontinenten. Einer, der das zwölfte Portal bezwang und lebendig wieder zurückkehrte ist Jarren Vanflame, der hohe Autokrat von Arbalast. Er herrscht mit der kalten Hand der Verzweiflung über die unruhigen Massen von Flüchtlingen, die sich in der Stadt angesammelt haben. Seine grossen Sorgen sind die Ordnung innerhalb der Stadt und die Verteidigung gegen die Yuan-Ti.

Zwischen Arbalast und dem 12. Portal liegt eine weitere schreckliche Prüfung, die auf die Wanderer wartet: das Labyrinth der Eisenklauen. Hier herreschen die Vernichter, eine Rasse mechanischer Lebewesen, erschaffen von Xadex, dem genialsten aller Konstrukteure. Vor langer Zeit, als er sie schuf, gab er ihnen nicht nur eine diablische Intelligenz, sondern auch die Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren. Seine unendliche Arroganz und Anmaßung bezahlte Xadex mit dem Leben, denn er wurde zum ersten Opfer seiner mörderischen Kinder, wenige Augenblicke, nachdem er ihnen magisches Leben eingehaucht hatte. Die Vernichter bewachen inmitten des Labyrinthes der Eisenklauen den Zugang zum planetaren Katarakt, einem Wasserfall, der sich aus einer mächtigen, elementaren Quelle dicht über der Planetenoberfläche in einen gewaltigen Schacht ergießt, der bis zum Mittelpunkt der Verlieswelt, zum inneren Meer führt.

Die elfte Sphäre oder die Chaoszone

Die elfte Sphäre oder die Chaoszone
Die elfte Sphäre oder die ChaoszoneNach der tödlichen Kälte und Heimtücke des inneren Ruinekreises wird dem Wanderer keine Rast gegönnt, denn er gelangt in den Alptraum der Chaoszone, wo Ordnung und Schwerkraft vollständig aufgehoben sind.Zwischen Schalenboden und Schalendecke trudeln unzählbare asteroide Brocken durch einen trüben, nebligen Äther.Die Chaoszone kennt keinen Herrscher und kein Recht. Falls Taurus in dieser Schale einst einen Regenten eingesetzt hatte, so hat diesen das Schicksal längst eingeholt und er ist tot und vergessen.Heute durchziehen die grausamen Yrthaks in gewaltigen Schwärmen diese riesige Schale auf der Jagd nach Opfern. Beute gibt es reichlich für sie, denn auf manch einem der schwebenden Felsen befinden sich Ankunftsportale, die einen stetigen Strom der Verbannten aus dem gesamten archaischen Universum ausspucken.In die Chaoszone werden keine Könige oder Zauberer geschickt. Einfache Leute, Bauern und Diebe, Deserteure und Bettler, abgeurteilt von sterblichen Gerichten zu Recht oder Unrecht treffen hier auf ihr Schicksal.Nicht nur die gefräßigen Yrthaks bedrohen das Leben dieser ärmlichen Flüchtlinge. Auch dem lebenden Sturm, den Harpyien und den Windleviathanen fallen sie zum Opfer.Eine alte Legende jedoch hält die Hoffnung der Verbannten aufrecht: es heißt, der arkane Phoenix, letzter Nachkomme einer uralten Rasse magischer Vögel versteckt sich zwischen den Trümmern vor dem Neid der göttlichen Rassen, die ihm nach dem Leben trachten.Und manch ein Flüchtling hat schon von Rettung aus höchster Not durch den majestätischen Flammenvogel berichtet.Verlassen werden kann die Chaoszone durch das elfte Portal, das als einziges Portal der ganzen Verlieswelt dauerhaft geöffnet wurde, so dass es kein Hindernis mehr darstellt, wenn man es erreicht hat.Vor urlanger Zeit wurde es vollständig zerschmettert und zahlreiche seltsame Legenden ranken sich um seine Zerstörung. Sicher ist nur, dass das Tor wie von einer Titanenfaust aus seinen magischen Angeln gerissen wurde und das kein Konstrukteur es jemals wagte, diesen Schaden zu beheben.
Nach der tödlichen Kälte und Heimtücke des inneren Ruinekreises wird dem Wanderer keine Rast gegönnt, denn er gelangt in den Alptraum der Chaoszone, wo Ordnung und Schwerkraft vollständig aufgehoben sind. Zwischen Schalenboden und Schalendecke trudeln unzählbare asteroide Brocken durch einen trüben, nebligen Äther.
Die Chaoszone kennt keinen Herrscher und kein Recht. Falls Taurus in dieser Schale einst einen Regenten eingesetzt hatte, so hat diesen das Schicksal längst eingeholt und er ist tot und vergessen. Heute durchziehen die grausamen Yrthaks in gewaltigen Schwärmen diese riesige Schale auf der Jagd nach Opfern. Beute gibt es reichlich für sie, denn auf manch einem der schwebenden Felsen befinden sich Ankunftsportale, die einen stetigen Strom der Verbannten aus dem gesamten archaischen Universum ausspucken.
In die Chaoszone werden keine Könige oder Zauberer geschickt. Einfache Leute, Bauern und Diebe, Deserteure und Bettler, abgeurteilt von sterblichen Gerichten zu Recht oder Unrecht treffen hier auf ihr Schicksal. Nicht nur die gefräßigen Yrthaks bedrohen das Leben dieser ärmlichen Flüchtlinge. Auch dem lebenden Sturm, den Harpyien und den Windleviathanen fallen sie zum Opfer.
Eine alte Legende jedoch hält die Hoffnung der Verbannten aufrecht: es heißt, der arkane Phoenix, letzter Nachkomme einer uralten Rasse magischer Vögel versteckt sich zwischen den Trümmern vor dem Neid der göttlichen Rassen, die ihm nach dem Leben trachten.
Verlassen werden kann die Chaoszone durch das elfte Portal, das als einziges Portal der ganzen Verlieswelt dauerhaft geöffnet wurde, so dass es kein Hindernis mehr darstellt, wenn man es erreicht hat. Vor urlanger Zeit wurde es vollständig zerschmettert und zahlreiche seltsame Legenden ranken sich um seine Zerstörung. Sicher ist nur, dass das Tor wie von einer Titanenfaust aus seinen magischen Angeln gerissen wurde und das kein Konstrukteur es jemals wagte, diesen Schaden zu beheben.
Nach der tödlichen Kälte und Heimtücke des inneren Ruinekreises wird dem Wanderer keine Rast gegönnt, denn er gelangt in den Alptraum der Chaoszone, wo Ordnung und Schwerkraft vollständig aufgehoben sind. Zwischen Schalenboden und Schalendecke trudeln unzählbare asteroide Brocken durch einen trüben, nebligen Äther.
Die Chaoszone kennt keinen Herrscher und kein Recht. Falls Taurus in dieser Schale einst einen Regenten eingesetzt hatte, so hat diesen das Schicksal längst eingeholt und er ist tot und vergessen.Heute durchziehen die grausamen Yrthaks in gewaltigen Schwärmen diese riesige Schale auf der Jagd nach Opfern. Beute gibt es reichlich für sie, denn auf manch einem der schwebenden Felsen befinden sich Ankunftsportale, die einen stetigen Strom der Verbannten aus dem gesamten archaischen Universum ausspucken.
Hierher werden keine Könige oder Zauberer geschickt. Einfache Leute, Bauern und Diebe, Deserteure und Bettler, abgeurteilt von sterblichen Gerichten zu Recht oder Unrecht treffen hier auf ihr Schicksal.Nicht nur die gefräßigen Yrthaks bedrohen das Leben dieser ärmlichen Flüchtlinge. Auch dem lebenden Sturm, den Harpyien und den Windleviathanen fallen sie zum Opfer.
Eine alte Legende jedoch hält die Hoffnung der Verbannten aufrecht: es heißt, der arkane Phoenix, letzter Nachkomme einer uralten Rasse magischer Vögel versteckt sich zwischen den Trümmern vor dem Neid der göttlichen Rassen, die ihm nach dem Leben trachten.Und manch ein Flüchtling hat schon von Rettung aus höchster Not durch den majestätischen Flammenvogel berichtet.
Verlassen werden kann die Chaoszone durch das elfte Portal, das vor urlanger Zeit vollständig zerschmettert wurde und daher dauerhaft geöffnet ist. Zahlreiche seltsame Legenden ranken sich um seine Zerstörung. Sicher ist nur, dass das Tor wie von einer Titanenfaust aus seinen magischen Angeln gerissen wurde und das kein Konstrukteur es jemals wagte, diesen Schaden zu beheben.

Die zehnte Sphäre oder der Innere Ruinenkreis

Die zehnte Sphäre gleicht einem titanischen Friedhof. Es scheint, als wäre hier eine ganze Zivilisation zu Grabe getragen worden. Riesige alte Bauten in allen Phasen des Verfalls, Tempel, Statuen, Strassen und Plätze füllen diese Schale vollkommen aus. Alles ist dicht zusammengedrängt und auf eine fremdartige Weise ineinandergeschoben. An vielen Stellen wirkt die altertümliche Architektur wie von der Hand eines wütenden Kindes schief und im falschen Winkle in den Boden gerammt. Die Schalendecke hängt drohend tief im inneren Ruinenkreis und ruht auf zahlreichen Säulen, die verziert sind mit uralten Schriftzeichen und fremdartigen Fresken.

Die gefährlichste Gegend im inneren Ruinenkreis ist als Leichenland bekannt; eine Todeszone, gespickt mit den hinterlistigsten Fallen, die die perverse Intelligenz der Konstrukteure ersinnen konnte.

Herrscher im inneren Ruinenkreis ist Umorthal, der Leichenlord, Regent der nekromantischen Stadt Shadoor. Umorthal wurde einst von Urial, der Allmutter auf die Verlieswelt verbannt, weil sein Geheimwissen um Tod und Verwesung so groß wurde, dass es in den Augen der Erdmutter die universelle Vorherrschaft des Lebens bedrohte. Der sterbliche Zauberer wurde auf Urials Wunsch direkt in das tödliche Leichenland verbannt. Ein Schicksal, das mit dem sicheren Tod gleichzusetzen ist.

Umorthal überlebte nur wenige Augenblicke in der tödlichen Umgebung, dann beendete eine der teuflischen Mordfallen sein Leben. Doch sein Wissen und seine Macht waren zu dieser Zeit schon so groß, dass sein dunkler, verdorbener Wille überlebte und sich drei Tage nach dem natürlichen Tode seines Fleisches in dem verstümmelten Leib neues untotes Leben regte. Seine unheilige Macht vervielfachte sich an diesem Ort des Leidens und er ergriff Besitz von den abertausenden von toten Körpern , die in den zahllosen Fallen bereits ihr Leben gelassen hatten.

Umorthal erschuf das Heer der leblosen Augen; eine gewaltige Armee, der die tödlichen Fallen nun nichts mehr anhaben konnte. Durch die schattigen Pfade des inneren Ruinenkreises führte er sie gegen die Festung Satua Arshin, in der das einsame und verbannte Volk der Neogi lebte. Seine Armee schliff die Burg bis auf die Grundsteine und errichtete dann auf ihren Trümmern Shadoor, die Stadt der wandelnden Toten.

Direkt aus dem höchsten Turm von Shadoor führt die unmögliche Treppe hinauf zum zehnten Portal durch die Schalendecke hindurch in die Chaoszone.

Die neunte Sphäre oder die inhumane Sphäre

Jenseits des unbezwingbaren achten Portals liegt ein Land voller pervertierter Kreaturen und magischer Gefahren. Die inhumane Sphäre ist ein unwirtliches Land voller mächtiger Tropfsteingebilde, Felsen und Geröll. Nirgends in der Verlieswelt gibt es eine größere Zahl an Ungeheuern und Monstrositäten als hier.

Einige Weise vermuten, dass Taurus und die Konstrukteure die achte Schale einst als Brutstätten für Scheusale und abnorme Kreaturen eingerichtet hatten, die sie innerhalb von Donjon dann verteilen wollten.

Unter den monströsen Rassen haben sich inzwischen Strukturen gebildet: So wird ein großer Teil der inhumanen Sphäre von Mandashuur, dem arachnoiden Imperium beherrscht. Gebieterin über die Heere von Spinnen und Skorpionen ist Mandash, die achtbeinige Mutter. Es heißt, dass sie einer uralten, hohen Rasse angehört, die im restlichen Universum nahezu ausgerottet sein muss. Und weiterhin geht das Gerücht um, dass sie vor den Yuan-Ti flüchtete und so auf die Verlieswelt kam, wo sie den ursprünglichen Beherrscher der inhumanen Sphäre, den Fürsten der Formorianischen Riesen, tötete und seinen Platz einnahm. Schon bald gehorchten sämtliche Arachniden von Donjon den machtvollen geisteigen Kräften der achtbeinigen Mutter, die ihren Willen bis in die letzte Mauerspalte der Verlieswelt zu senden vermag.

Doch findet sich noch ein zweiter Herrscher in dieser finsteren Schale: Squarrsch, der Zerfließende, der Gott der Amorphoiden. In der Hierarchie der göttlichen Rassen, steht Squarrsch lediglich im Rang eines planetaren Gottes und ist deshalb als schwach und ohne Einfluss anzusehen. Auf der Verlieswelt befindet er sich, weil er aufgrund diverser widerwärtiger Vergehen an edlen Töchtern von göttlichen Verwandten, in die Verbannung geriet.



Mandash versuchte sofort nach Squarrschs Ankunft in der inhumanen Sphäre, den Konkurrenten zu vernichten, doch die arachnoiden Armeen konnten gegen die amorphen, widerwärtigen Abnormitäten, die Squarrsch zu seiner Verteidigung ausspie und in den Kampf schickte, nichts ausrichten. Squarrschs Heerscharen hingegen sind gering und würden sie versuchen, den Kampf ins Lager der Feinde zu tragen, so wäre der neu erbaute Erztempel – die innerste Wohnstatt des Gottes – ungeschützt, was zu seiner sicheren Auslöschung durch die achtbeinigen Krieger von Mandash führen würde. Und so geschah es, dass sich zwischen den beiden nichtmenschlichen Parteien ein ewiger Konflikt entwickelte, der seit Ewigkeiten immer wieder in Schlachten und kleineren Feldzügen aufflammt, aber keinen echten Sieger hervor bringt.

Squarrsch gebietet inzwischen über das berüchtigte schwarze Moor, dass Taurus selber als einen der mörderischsten Teile seines Verlieses geplant hatte, und das das Eingangsportal in diese Sphäre wie ein Gürtel umgibt. Unter den verrufenen Dämonen, die hier lange Zeit ein und aus gingen, heißt es, dass der mächtige Amorphoide dunkle Geheimnisse über das Moor in Erfahrung gebracht haben muss, denn nun gehorcht das tödliche schwarze Wasser dem Willen des Gottes wie ein eigener Körper.

Verborgen in den Kammern der inhumanen Sphäre befindet sich ausserdem noch die Heimstatt der letzten Formorianer. Diese hohe Riesenrasse war einst bekannt als die Hornriesen. Sie galten seinerzeit als die treuesten Vasallen von Taurus, dem Schöpfer der Verlieswelt; und er war es, der ihnen einst die 9. Sphäre als Lehen gab. Nach Taurus Verschwinden fielen die Formorianischen Riesen in Ungnade und gerieten bald schon in Vergessenheit. Allein der ewige Krieg zwischen Arachnos und Amorphos verhinderte bisher, dass eine dieser beiden mächtigen inhumanan Rassen sich gegen die letzten Hornriesen wenden konnte, um diese zu vernichten.

Die achte Sphäre oder das Land der Verlorenen

Der Eingang in diese Schale führt durch das siebte Portal. Es ist auch als das ‚offene‚ oder ‚zerschellte‘ Portal bekannt. Es wurde vor langer Zeit durch den findigen Iklarion, den Sohn des Lekamon, mit Hilfe eines machtvollen Musters aufgebrochen und konnte seitdem nicht mehr geschlossen werden. Hinter dem siebten Portal beginnt der lange Weg: ein riesiges Labyrinthfeld, das zwar unendlich scheinen mag, aber von einfacher Struktur beschaffen ist und bereits mehrfach bezwungen wurde. Hier herrscht der Juggernaut, ein titanischer Golem, von den Konstrukteuren erschaffen, um Flüchtlinge aus den Sklavenzuchtpferchen der siebten Ebene zur Strecke zu bringen. Innerhalb des Labyrinthes leben die Heimatlosen: Banditenkönige und Streuner, Flüchtlinge und Ausgestoßene. Ihre Stadt ist die Dolchburg, regiert von Kauur dem König der Diebe und Räuber, dessen Arm tief in das Feld der Gänge hinein reicht.

Weiter draußen noch, in Richtung Inim und Adar leben die ‘Stämme’ – Gruppen von meist jungen Kriegern, die die menschlichen Reiche verlassen mussten, weil sie mit den dortigen Gesetzen in Konflikt kamen. Viele von ihnen sind “Wanderer”, die das gefährliche achte Portal nicht bezwingen konnten. Verbunden sind  diese Gesetzlosen nur durch den Überlebenswillen und den gemeinsamen Wunsch nach Freiheit.

Noch einsamer als die ‘Stämme’ fristen die Verlorenen ihre karge Existenz. Sie sind dem Labyrinthwahn zum Opfer gefallen. Manche von ihnen haben siech zu kleinen Stämmen zusammengerottet und hängen bizarren Ritualen an. Andere ziehen einsam durch die Gänge und lauern auf arglose Opfer, bis sie selber schließlich ihr Leben lassen müssen.

engel

In all der Verzweiflung, die in der achten Sphäre herrscht, scheint jedoch ein Licht der Hoffnung. Denn irgendwo jenseits von allen bekannten Wegen, steht der Tempel der Engel inmitten des staubigen Labyrinthes. So jedenfalls berichten die Sagen der menschlichen Völker und die Schriften der Weisen. Entdeckt haben ihn einst Xavier und Rosanna auf ihrer Flucht vor Iamede, der Engelin der Jagd. Niemand kennt den wahren Standort des Tempels, aber selbst 2500 Jahre nach seiner letzten Entdeckung brechen immer noch Suchende auf, um diesen mythischen Ort wieder zu finden.

Verschlossen wird die Ebene durch das achte Portal. Es gilt als unbezwingbar. Nur wenige kennen das Geheimnis des magische Mechanismus, der es öffnet.

Die siebte Sphäre oder die Humano Sphäre

Diese Sphäre hat keinen direkten Schalenfürsten denn hier existieren zwei voneinander unabhängige Reiche der menschlichen Rassen: Demos Kratein und 100 Höhlen.

Das erste humane Reich, Demos Kratein, ist bekannt für den Reichtum und die Zaubermacht seiner Bürger. Kratein verfügt über große Goldvorräte, mit denen Sklaven in Klatkanduur und Nahrungsmittel aus 100 Höhlen importiert werden. Zudem erzielen die magische Konstrukte, Waffen und alchemische Präparate, die in Demos Kratein angefertigt werden, auf allen Märkten von Donjon die höchsten Preise. Der Verfassung nach ist das Land eine Demokratie, die entstand, als sich Flüchtlinge aus den unteren Schalen hier sammelten und eine befestigte Heimstatt gründeten. Heute jedoch, 2500 Jahre nach dem die erste befestigte Mauer um die Hauptstadt Kardaraal gezogen wurde, ist von der Volksherrschaft nichts mehr übrig geblieben. Die Geschicke des Landes werden offiziell immer noch durch den hohen Senat geleitet, doch müssen sich alle Senatoren nach ihrer Wahl der traditionellen Bezauberung durch den Magistrat der Händler unterziehen. Dieser Magistrat ist der Zusammenschluss der einflussreichsten Merkanes des Reiches und wird geleitet von Thark dem unermesslichen Reichen.

Das zweite humane Reich ist das Königreich der Einhundert Höhlen, die Heimstatt der Musterkunde und das einzige Land auf ganz Donjon, in dem Landwirtschaft und Viehzucht möglich sind. Dieses Wunder liegt in den Runensonnen begründet, die die titanischen Höhlen mit Licht und Wärme versorgen und so ein magisches Klima erzeugen, dass vergleichbar mit den Bedingungen auf einer bewohnten Planetenoberfläche ist. Die Runensonnen selber sind das Werk der Konstrukteure, die in diesen weiten Höhlen zur Zeit der Erbauung der Verlieswelt einst ihre Sklaven züchteten. Um ausreichende Mengen an Nahrungsmitteln zur Verfügung zu haben, erschufen die Konstrukteure mit Hilfe dieser künstlichen Sonnen eine fruchtbare Zone inmitten der Trostlosigkeit der Verlieswelt. Inzwischen haben sich in den verschiedensten Winkeln von Donjon bemerkenswerte Lebensformen und Nahrungsketten entwickelt, doch den größten Überfluss an Leben findet man noch immer in 100 Höhlen. Das Reich wird regiert von den Königen aus der alten Blutlinie der Drakors. Derzeitiger Herrscher ist der ehrenhafte Skandor Drakorus XVII, dessen größte Leistung die Reformierung der großen Miliz der 100 Höhlen ist. Bisher ist es noch keinem fremdem Reich gelungen, das fruchtbare 100 Höhlen zu erobern, denn die Bewohner stehen in jeder Stunde treu zu ihrem Land und verteidigen jeden Meter des Reiches bis zum letzten Blutstropfen. Hinzu kommt die weite Verbreitung der Musterkunde, die den Bürgern von 100 Höhlen zahlreiche mächtige Waffen zur Verteidigung liefert. Insbesondere die Übergriffe aus Demos Kratein konnten so immer wieder zurück geschlagen werden. Die Nähe zu dieser seltenen Art der Zauberei kommt nicht durch Zufall: vor 6.000 Jahren fand der verbannte Iklaron, Sohn des weisen Lekamon, hier seine Heimstatt und verfasste in 100 Höhlen das Buch der Linien, dass die magische Wissenschaft der Musterkunde begründete. Noch heute wird sein Andenken hoch geehrt.

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